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Altes Zeug

Alles was alt und technisch ist fasziniert mich. Außerdem bin ich eine Sammlerseele. Hier sind einige Sachen, die ich im Laufe der Zeit zusammengetragen habe.

Ericsson Produkte

cobra phone radio

Verschiedenes

uhrsteamikona

 

Dieses Mikroskop habe ich bei e-bay ersteigert. Es ist ein "Bausch & Lomb". Wie man auf dem Detailfoto sehen kann, ist es auf dem Fuß wie folgt markiert:

LITTLE GEM
BAUSCH & LOMB OPTICAL CO.
ROCHESTER N.Y. U.S.A.


Unter dem Fuß findet sich diese Nummer. Leider hab ich keine Ahnung, wie alt das Gerät ist. Vielleicht kann jemand da raten?


Das Ericofon oder die "Cobra", wie sie populär genannt wurde, ist bis heute zweifellos Ericssons erfolgreichstes Design eines Telefons. Nach einigem Suchen hab ich das schöne Stück auf einer Antikmesse in Stockholm bekommen. Es gibt Cobras in allen möglichen Farben aber ich finde, daß ist wie mit den Ferraris, die müssen einfach rot sein ;)
Das Besondere am Ericofon ist, das es nur aus einem Stück besteht. Die Wählscheibe ist von unten in den Fuß eingebaut. "Abgenommen" wird das Telefon einfach, indem es angehoben wird. Der große rote Schaltkontakt im Fuß ist der Gabelumschalter. Erstaunlicherweise sind ein Großteil der Geräte ohne Klingel ausgeliefert worden. Schweden hatte schon sehr früh einen hohen Ausrüstungsgrad mit Telefonen und speziell die Cobra wurde gerne als Zweitgerät benutzt, für das dann die Klingel nicht nötig war. Wer doch eine wollte, bekam vom "Televerket" eine Wandklingel, wie sie hier rechts zu sehen ist, installiert. Es wurden aber auch Geräte mit eingebautem Summer hergestellt. In den USA, wo das Ericofon extrem populär war, wurden große Mengen in Lizens gefertigt und gleich mit einer eingebauten Klingel, dem "Ericoton" ausgerüstet. Erste Designversuche gab es schon Ende der vierziger Jahre. Ursprünglich gab es zwei konkurierende Entwürfe, das Unifon und das Erifon. Um beide wurde bis 1950 erbittert gestritten. Das Unifon sah etwa aus wie ein moderner Telefonhörer, der zwischen dem Mikrofon und der Hörmuschel die Wählscheibe trug. Im Frühjahr 1950 wurde dieses Unifon endgültig verworfen und aus dem Erifon wurde das Ericofon. Erste Prototypen wurden der schwedischen Telekom, damals noch "Televerket", 1953 übergeben. Ab 1956 lief die Produktion. Ich denke, wenn man sich ein Ericofon genau ansieht, kann man kaum glauben, daß es 1956 entwickelt wurde. 1972 wurde das Ericofon vom New Yorker Museum für Moderne Kunst als eines der besten Beispiele für modernes Industriedesign im 20. Jahrhundert nominiert.

Die schwedische Post hat das Ericofon im März 1999 in ihrer Serie "Unser 20. Jarhundert" zusammen mit anderen schwedischen Entwicklungen auf einer Briefmarke geehrt.

 


Auf einer Antikmesse in Stockholm habe ich diese Dampfmaschine gekauft. Nur der Dichtungsring im Sicherheitsventil war verrottet. Nach dem Ersatz funktioniert sie wie neu.


Das Telefon ist von Ericsson-England um das Jahr 1935 hergestellt. Ich hab das Gerät im Libanon von einem Geschäftspartner geschenkt bekommen. Ursprünglich war es mit Ortsbatterie und Induktionsgenerator bestückt, ist aber später offensichtlich auf den jetzigen Zustand umgebaut worden.Das nebenstehende Bild habe ich im Internet gefunden. Es stellt ein gleiches Gerät vor dem Umbau dar. Ericssons Spezialkatalog Nr. 26S von 1935 zeigt das Gerät als Typ Nr. N2509 auf der rechten Seite.

Hier ist der ursprüngliche Schaltplan und die gegenwärtige Modifikation. Beide waren innerhalb des Deckels übereinander geklebt.

 


Diese Uhr ist ein Erbstück aus unserer Familie. Meine Großmutter hat sie 1915 anläßlich ihrer Hochzeit bei einer Haushaltsauflösung gekauft. Ich wüßte gern, wie alt sie ist. Der Adler ist ein handgeschnitzter Ersatz, den ich erst kürzlich bekommen habe. Das orginale Stück hat schon immer gefehlt. Ich weiß also nicht mit Sicherheit, ob die Form und Größe dem Original entsprechen.Seltsam ist ein Fehler im Zifferblatt. Zwischen der 1 und 2 gibt es nur vier Minutenstriche. Zwischen der 2 und 3 dafür sechs! Das Zifferblatt ist nicht einfach handgemalt sondern emailiert. Sollte das also ein Fehler in einer ganzen Serie oder nur an diesem Exemplar sein? Vielleicht ist es ja auch eine Art besondere Marke? Wer Irgendwas darüber weiß, bitte melden!


Dieses Stück trägt die Bezeichnung "Radiola, Ericsson". Ich hab es auf einem Flohmarkt gekauft. Leider kein Hinweis auf das Herstellungsjahr. Der Plattenspieler hat schon elektrische Abtastung aber noch richtige Nadeln zum Auswechseln (kleine Schachtel im Vordergrund). Im Buch "The Ericsson Chronicle" findet sich die folgende Kopie aus einem Werbeprospekt.

 


Die Kamera gehörte früher meinem Vater. Die Bezeichnung ist "Ikona". Sie funktioniert immer noch prächtig.


Das hier ist ein frühes Ericsson Feldtelefon, hergestellt unter dem Firmennamen: ALLM. TELEFON A.B. L.M. ERICSSON, STOCKHOLM 1922.

Ich habe es 2001 in Brunflo, Schweden bei einem Trödler für 300,- SEK, etwa 30,- € gekauft.


Dieses Radio ist ein "Stern & Stern" vom Typ W33. Es wurde von der Stockholmer Firma gleichen Namens Anfang der dreißiger Jahre hergestellt und hatte im Volksmund den Spitznamen "Klodeckel". Wenn man sich das Bild unten ansieht, drängt sich der Vergleich wohl auch auf. Ich habe es 2002 außerhalb Stockholm bei einem Straßenflohmarkt für unglaubliche 150,- SEK (etwa 15,- €) gekauft. Es war komplett bis auf eine fehlende Röhre. Nur zum Vergleich: diese einzelne Röhre zu beschaffen, hat mich etwa 200,- SEK gekostet, also mehr als das Radio an sich ;o)

Wenn der Deckel hochgeklappt wird und das große Loch für die Gleichrichterröhre sichtbar ist, erinnert es schon entfernt an ein Plumpsklo ;o)

Philips 506 , E447 , E424 , C443

Die Röhren in der Reihenfolge ihrer Bestückung. Interessant ist, daß die Gleichrichterröhre sowohl wie die Endstufe noch das S&S Logo tragen, also eindeutig die originalen Röhren sind. Die E447 ist die Röhre, die in dem Gerät fehlte.

 


Bei diesem Gerät ist Eure Hilfe gefragt!

Ich habe das Gerät (oder was davon übrig ist) 2001 in einem Antikladen in Schweden für 85,- SEK (etwa 8,5 €) gekauft. Ich hatte schon im Laden gesehen, daß es innen praktisch leer war. Allerdings waren außen fast alle Bedienelemente noch dran. Ursprünglich wollte ich den Rest einfach ausschlachten. Dann sind mir aber doch Zweifel gekommen. Vielleicht kann man es ja wieder aufbauen? Es war ein Batteriegerät, daß offensichtlich einen Trageriemen hatte. Die Holzknöpfe dafür sind an den Seiten noch dran. Die Rückwand war mit (leider ausgebrochenen) Scharnieren und einem Schnappverschluß befestigt, was auf häufigen Batteriewechsel schließen läßt. Leider ist die Sperrholzrückwand total verzogen. Die Frontplatte scheint aus Plastmaterial zu sein, das im Laufe der Zeit geschrumpft ist. Es sind an den vier Seiten deutliche Spalten entstanden. Auch die Massefolie, die innen durch die Elemente mit der Frontplatte verschraubt ist, hat sich durch das Schrumpfen dieser an mehreren Stellen gewölbt.

Das ist der obere Teil eines Schemas, daß von innen an die Rückwand geklebt war und auf schwedisch die Bedienelemente beschreibt.

Hier nun meine Bitte um Hilfe: Kennt jemand das Gerät? Ich weiß nur, daß es warscheinlich in Schweden hergestellt wurde. Wenn jemand Unterlagen oder auch nur einen Vorschlag für eine passende Schaltung hat, die möglichst von allen vorhandenen Elementen sinnvollen Gebrauch macht, bin ich für eine Nachricht wirklich dankbar!!!

Innen sieht es im Moment wirklich trostlos aus. Irgendwie macht das Ganze den Eindruck als wenn jemand das Innenleben ausgeschlachtet hat, um modernere Technik einzubauen und das Äußere im alten Look zu lassen.

Es gibt noch einen Drehkondensator, drei Festkondensatoren an den Antennenanschlüssen, einen Heizstromregler, einen 12-Stufenschalter der die Kontakte offenbar gegen Masse durchschaltet und einen Steckschalter (ähnlich wie ein Zündschlüssel. Leider fehlt ein wichtiges Element, auf das der rote Pfeil weist. Es ist zwar vorn noch der Knopf drauf, sogar mit Feinabstimmung, aber außer der Welle ist innen nichts mehr da. Das Element ist im Bedienschema mit Lautstärkeregler angegeben. Ich vermute, es war ein Variometer.

Hier unten ist der Kopfhörer zu sehen, der innen im Kasten lag. Er ist in einem wirklich schlimmen Zustand.

 


Detektorempfänger unbekannter Herkunft:

Ich habe diesen Detektor bei ebay gekauft. Eigentlich bin ich nur aufmerksam geworden, weil in dem Angebot Ericsson erwähnt wurde. Leider ist aber nur der Kopfhörer ein Ericsson Produkt. Am gesamten Detektor selbst findet sich weder ein Fabrikat noch irgendwelche anderen Beschriftungen.

Innen ist das Gerät bis auf den Drehkondensator leer. Außer den drei, noch teilweise befestigten Drähten lagen noch einige andere lose drin. Das Gehäuse ist absolut unbeschädigt. Ich vermute, es handelt sich um einen ehemaligen Detektor-Bausatz. Daher die fehlende Typenbezeichnung.
Kann vielleicht jemand Hinweise zu diesem Gerät geben? Wie sah die Originalschaltung aus?

Der Detektor selbst sieht recht gut aus. Der Kristall ist sogar noch in der Halterung. Allerdings fehlt der dünne Abtastdraht. Der Grüne Knopf läßt mich vermuten, daß das Ding vielleicht nicht so sehr alt ist. Vielleicht etwa 50er Jahre?
Der Kopfhörer sieht eher schlimm aus. Die Kabel sind hin und das Leder des Bügels ist total brüchig und fällt praktisch schon ab.

Hier sieht man das Ericsson Logo. Allerdings fällt auch auf, daß offensichtlich die Ericsson Hörkapseln nicht zu diesem Bügel gehörten! Der Bügel ist für die Kapseln einfach zu klein und behindert auch deren freie Bewegung. Da hat also schon mal jemand gebastelt ;)

Hier noch einmal das Ericsson Logo etwas vergrößert. Interessant ist, daß die Hörer offensichtlich in der Czechoslovakischen Republik von Ericsson produziert wurden.